Die 10 wichtigsten Digitalstrategien und Technologietrends 2019

Digitaltrends 2019 - Personalization in tech

Nur weil Smart Home und das Gesundheitswesen mehr und mehr zusammengehen, es faltbare Displays gibt, autonome Fahrzeuge bald die Lieferung abholen und Daten zu einer geopolitischen Frage werden, heisst das nicht, dass das bereits alle Digitaltrends 2019 sind. Daher haben wir die relevanten und Enterprise-nahen Trends zusammen mit unserem Netzwerk hier zusammengefasst.

Technologie ist heute für jede Branche von zentraler Bedeutung – vom Bauwesen bis zur Gesundheitsverwaltung bis hin zur Lebensmittelproduktion. 2019 wird das Jahr sein, in dem neue Anwendungsfälle entstehen, da mehrere neue Technologie-Kombinationen mehr und mehr in den Mainstream vordringen. Durch künstliche Intelligenzen werden beispielsweise neue Anwendungsfälle in allen möglichen Branchen entstehen. Besonders dann wenn die KI neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Personalisierung, Überwachung und Marketing ermöglicht. Gleichzeitig werden sich Business Designer udn Entwickler auf Barrieren einstellen müssen. Zum Biespiel die Regulierung von persönlichen Daten und Zugriff der Daten durch andere Anwendungen.

Wir haben unsere Analysten, Digitalberater, Digitalarchtekten sowie auch Startup Portfolio Companies gebeten, auf über ein Jahr Research, ihre Briefings, die Datenverarbeitung, gemeinsame Meetings und Diskussionen aber auch Reportings zurückzublicken, um die Trends zu identifizieren, von denen sie glauben, dass sie den Technologiesektor im Jahr 2019 prägen werden.

Hyper-Personalisierung von fast allem – einer unser heimlicher Mega-Digitaltrends 2019

Je mehr Daten über eine Person gesammelt werden, desto genauer glauben Unternehmen, dass sie diese verstehen und vermarkten können.

Niels Oeft, CEO Holyo.com (Portfolio Unternehmen der Wildstyle Network GmbH)

Im Jahr 2019 werden wir eine Zunahme von branchenübergreifenden Kooperationen sehen, um die Anwender besser zu verstehen und ihnen besser abgestimmte Produkte oder auch besseres Marketing anzubieten. Ein Beispiel hierfür: Im September 2018 kooperierte Spotify mit dem Familienstammbaum-Service Ancestry.com, um DNA-Daten zu nutzen und einzigartige Wiedergabelisten für Einzelpersonen zu erstellen. Richti: Unsere DNA in unseren Musikplaylists.

Wiedergabelisten spiegeln dann Musik wider, die mit verschiedenen Ethnien und Regionen verbunden ist. Eine Person mit angestammten Wurzeln in Kanada zum Beispiel, könnte karnatische Geiger und Soundtracks aus Kanadischen Filmen auf ihren Playlisten angeboten bekommen.

Und der Datenschutz? Auch wenn Nutzer, besonders in Europa, das Thema Datenschutz hoch halten, so wird ihre Neugier und der Nutzen, den sie aus solch einer Musik-DNA-Idee ziehen können, doch die Skepsis überwiegen. Die Beraterteams von Wildstyle Network positionieren sich dabei auf der Seite der Konsumenten und User: Bei den Digitaltrends 2019 wird Datenschutz ein wichtiges Thema bleiben. Es muss kommunikativ aufgenommen und in Produkte integriert werden.

Apropos DNA & Personalisierung: 2019 wird neben Künstlicher Intelligenz auch Genetik in den Blick des Mainstreams rutschen

DNA-Daten können auch Aufschluss darüber geben, wie wir essen. Das U.S. Startup GenoPalate zum Beispiel sammelt DNA-Informationen durch Speichelproben und analysiert physiologische Komponenten wie die Fähigkeit einer Person, bestimmte Vitamine aufzunehmen oder wie schnell sie Nährstoffe umwandeln kann. Dann werden diese Informationen mit jenen Ernährungsanalysen abgeglichen, die GenoPalate für eine breite Palette von Lebensmitteln durchgeführt hat. Das wahrscheinliche Ergebnis: Personalisierte Ernährung. Der Verkauf von eigenen Essenssets, die diese Informationen nutzen, um Menüs zu erstellen, trägt zum Revenue-Funding bei. Ob Nutrigenomik wirklich nachhaltig und keine Pseudoscience ist, wird die Branche wissenschaftlich und durch Langzeittests erst noch beweisen müssen. Ein Trend ist es allemal und in Europa warten viele Food-Hersteller auf den gesellschaftlich akzeptierten Durchbruch.

Personalisierung inspiriert mehr als nur neue Produkt-Features. Sie hilft auch, Einstellungen für Dienste festzulegen, wo es sonst nur „One fits all“ heisst: Autonome Fahrzeuge verwenden bereits Personalisierungsdaten,
um reaktionsschnelle Autoeinstellungen zu ermöglichen. Im Juli 2018 wurden von Amazon und Apple jeweils Patente erteilt, die Funktionen für autonome Fahrzeuge an Fahrer/Beifahrer personalisieren.

Amazon Patent zur Personalisierung im Auto

Während sich Apples Patent auf Komfortprofile konzentriert, beschreibt das Patent von Amazon sogenannte Passagierprofile, die Präferenzen für die Funktionsweise von autonomen Fahrzeugen (AVs) enthalten. Zu den Einstellungen gehören Sicherheit, wie z.B. die automatische Erkennung eines Fahrgastes oder eines Kindes. Aber auch das automatische verriegeln der Türen eines Autos entsprechend des Alters ist möglich.
Amazon könnte so auch die Technologie nutzen, um zu verhindern, dass ein Auto an bestimmte Orte fährt, wie z.B. eine Bar, wenn ein minderjähriger Fahrer im Auto ist.
Etwas weiter gedacht, könnte auch das Drone Delivery Program der Liefermarke Amazon Fresh davon profitieren.

Digital Shopping: Während der Einzelhandel kämpft, bleibt Online Shopping beliebt wie eh und je – nur die Kanäle ändern sich.

Laut Adobe gaben die Käufer beim Black Friday in 2018 fast 24% mehr aus als im Vorjahr. Cyber Monday erreichte 7,9 Milliarden Dollar – ein Plus von fast 20% gegenüber dem Vorjahr. Aber der Handel geht nicht nur online.

Unser New Yorker Team der Kindly Inc. berichtet uns von Startups wie Cargo, die die Leerlaufzeiten von Taxifahrerrn aufwerten. Dabei werden Kartons mit Produkten großer Marken in Taxen oder UBER-Autos installiert.

Wenn ein Kunde in einen mit Cargo ausgestatteten Wagen steigt, kann er einen QR-Code scannen oder eine ID eingeben, um den Fahrzeugbestand zu durchsuchen und ein Produkt zum Kauf auszuwählen.
Eine neue Verwendung von Randzeiten wie die 30 Minuten, die sonst im Verkehr verwendet werden, um z.B. ein iPhone Ladegerät zu kaufen.
Große Marken setzen mittlerweile auf diese neuen Shoppingmomente.
Und sie nutzen sie als Gelegenheit, Produkte zu testen ggf zu bewerten und zu verkaufen. Cargo bezieht Produkte von großen Marken, von Kellogg’s bis Coca-Cola.

Maps werden zum Layer für alle möglichen Daten und gehören wieder zu den Digitaltrends 2019.

Für die meisten sind Karten ein Smartphone-Merkmal: Ein Benutzer ruft Google auf, gibt „Bars“ ein und navigiert.
zum nächstgelegenen Ort.

Unser New Yorker Startup Compass.to präsentierte uns einen Fall, an dem sie bereits 2016 mit Qualcomm im Lab gearbeitet haben: Laut ihrer These gibt es mehr Potenzial für Karten, als nur die Suche nach Happy Hour-Spots in der Nähe. In Zukunft könnten digitale Karten eine UI anbieten, das früheren Präferenzen in einer Umgebung nutzt, sie mit Freunden in der Region automatisch teilt und sie sogar dann davor warnt, z.B. Orte mit hohen Pollenzahlen zu besuchen.

Im Jahr 2019 werden Maps und Daten zu einer Ebene verschmelzen, auf der wir wiederum arbeiten können – von der Kommunikation bis zur Datenerfassung. Wir haben bereits eine Vorstellung von diesen Möglichkeiten mit dem Smart Home gesehen.
Im Oktober 2018, als der Roomba-Macher iRobot eine Partnerschaft mit
Google Maps einging.

Wenn ein Roomba-Roboter ein Haus reinigt, sammelt er Kartendaten. Informationen, die auf Fotos mit niedriger Auflösung aber auch  Räderbewegungen basieren. So kartografiert ein Saugroboter unser Zuhause – rückblickend eigentlich naheliegend, oder?

Robotic trifft auf Maps trifft auf …
…eigentlich alle Digitaltrends 2019

Die Partnerschaft zwischen Google und Roomba zielt darauf ab, das intelligente Zuhause zu mappen. Kartenbasierte Daten würden das Smart Home noch realer machen und quasi einen digitalen Zwilling erstellen (wenn mir die Begriffsverwendung aus der Industry 4.0 hier ausnahmsweise erlaubt ist), um eine komplexere Befehlskette einzurichten und zu ermöglichen, das zum Beispiel ein Roboterarm auch ein Bier aus einem Kasten holen kann. Um das zu schaffen, müsste der Bot wissen, wo die Küche ist, wo der Kühlschrank oder das Bierlager war, und sich ein Bier auch befinden kann.
Ein Startup-Investment von Wildstyle Network ist CafeX. Das Silicon Valley Venture hat bereits mit ihrem Robotic Cafe seit 2016 Maßstäbe geetzt. Dieser Trend wird anhalten und sich auf weitere (Consumer)Branchen ausweiten.

Map Data ist so längst nicht mehr Companys wie HERE oder Mapbox vorreserviert (Disclaimer: HERE Technologies ist ein Klient von Wildstyle Network). Nahezu jeder Devicehersteller kann mittlerweile Kartenbaiserte Use Cases bereitstellen und diese Dank neuer Software der Kartenherstller wie Here oder Mapbox einfach in Maps integrieren.

Ein weiteres Beispiel gefällig? Ein Projekt, das im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit einem U.S. Umweltministerium gestartet wurde, baut Sensoren in die Autos von Googles Street View. Mit dem Ziel zu zeigen, wo die Dichte von Methan am höchsten ist.
Daten aus diesen Karten kann den Versorgungsunternehmen helfen, zu entscheiden, wann die Infrastruktur erneuert werden muss oder wo sich erhöhte Umweltgefahren entwickeln. Einer der nutzlicheren Digitaltrends 2019.

Und weil nicht nur das „Data“ in Map Data verstehen:

Google Maps beginnt damit, soziale Aspekte als Feature auszubauen (nein, Google Plus wird keine AddOns liefern).
Desweiteren führte im September 2018 das Unternehmen eine Survey-Funktion für Maps-Benutzer ein, um eine Liste von Orten zu erstellen und
ihre Freunde dazu zu befragen. Auch im Jahr 2019 breitet sich der Social Networking Gednake noch weiter aus.

Doch während der Spitzenreiter socialized, verbessert Apple Maps sein Angebot um eine eigene Kartensoftware: Apple kündigte Pläne für den Bau einer völlig neuen Karte an. Mit Schnittstellen zu eigenen Daten.
Apple hat auch vor, Crowd Editing zu betreiben. Nutzer sollen von Straße zu Straße gehen, um ihre jeweiligen Einzigartigkeiten zu dokumentieren und in den Maps zu speichern. Klingt irgendwie wie ein alt-bekanntes Google Maps Feature, oder?
Immerhin holt der Cupertino Innovator langsam auf: Die Apple-Autoflotte wurde dabei ertappt, wie Lidar-Arrays mittlerweile bei der präzisen 3D-Kartierung helfen.
Apple plant ebenfalls, Daten mit Hilfe von „anonymen Sonden“ zu sammeln – sprich von Handys der Nutzer.

Mehr F&E Investitionen in autonomes Fahren

Das autonome Fahren ist noch nicht ganz in Europa angekommen. Die „last Mile“ allerdings dagegen schon. 2019 haben Lieferservices die Möglichkeit, die ersten im vollautonomen Betrieb zu werden – wenn sie alles richtig machen!

Jens Franke, Head of Digital Architecture bei Wildstyle Network

Menschen ohne Fahrer im BMW über weite Strecken autonom zu bewegen? Schwierig.
Lebensmittel über kurze Strecken ohne Fahrer fahren? Um ein vielfaches einfacher.
Was die meisten Analysten unterschätzen: Letzteres ist weniger riskant und hat bereits Anwendungsfälle. Die Technologie ist auch einfacher zu entwickeln als eine vollwertige, personenbezogene Technologie. Mögliche Liefervehikles sind kleiner, langsamer und leichter, und die Einsätze sind geringer. Vor allem aber ohne menschliche Ladung.

Die Lieferung innerhalb der letzten Meile mit einem menschlichen Fahrer ist ziemlich teuer. Die Kosten für die letzte Meile pro Lieferung können zwischen 1,50 EUR und 4,00 Euro liegen, laut einer McKinsey Studie aus 2018.

Lieferkosten machen also, abhängig von der Ware natürlich, bis zu ca. 30% des Warenwertes aus. Es ist eine massive und vor allem disruptive Chance für alle Hersteller und eCommerce-Anbieter, diese Ineffizienz zu lösen. Ganz klar einer der Digitaltrends 2019.
Ein Beweis liefert UBERs eigenständige App UBER EATS. Das Venture ist für die Lieferung von Lebensmitteln gedacht – und ganz nebenbei der profitabelste Teil von UBER.

In Europa hingegen gibt man sich bei der Logistik 4.0 sehr wahrscheinlich auch 2019 auf der letzten Meile die analoge Klinke in die Hand – relativ low tech und etwas an den Digitaltrends 2019 vorbei. Dafür umweltfreundlich mit Lastenrädern und Kooperationsmodellen.
Doch damit vergibt sich die europäische Industrie jene riesige Chance. Gerade durch Pilotprojekte rund ums autonome Fahren können Unternehmne lernen, ihre Kunden zu verstehen. Vor allem wie sie auf AVs (autonome Verikel) reagieren und mit ihnen interagieren – falls sie mal in Europa gelauncht werden.

Schlaf Technologie, schlaf – Tech dringt in den menschlichen Intimbereich vor. Und Menschen machen ganz freiwillig Platz dafür.

Von intelligenten Matratzen bis hin zu intelligenten Kissen. Produkte, die gerade in den Schlafmarkt eingeführt wurden, zielen darauf ab, den Schlaf zu verbessern und die rätselhaftesten Stunden unseres Tages zu tracken. Wir werden sehen, dass sich das Trojanische (Schlafzimmer)Pferd auch klangheimlich als Wearable und somit einer der Digitaltrends 2019 etablieren wird.

FitBit gab im August 2018 bekannt, auch mit Schlaf-Tracking zu starten – jetzt bekannt als das SleepScore Programm. Die Technologie wird
Herzfrequenzverfolgungssensoren der neueren FitBits nutzen, um den Benutzern Informationen über ihren Nachtschlaf zu liefern. Wie zum Beispiel Schlafresultate und die dazu umfassenden Reports. Sensoren können zusätzlich den Sauerstoffgehalt im Blut messen und erkennen Ereignisse, die die Atmung im Schlaf stören könnten.

Da das Programm aber noch nicht FDA genehmigt ist (Stand Jan 2019), kann aus den Daten noch keine Diagnose gewonnen und angeboten werden.

Während die Apple Watch nicht explizit Schlafmuster verfolgt,
hat es die FDA-Zulassung für andere gesundheitsbezogene Technologien erhalten. Ein guter Einstige, dem Unternehmen Zugang zum wachsenden Schlafmarkt zu ermöglichen.

Das Startup Dreem, das in 2018 insgesamt 58 Millionen Dollar in einer Series A eingesammelt hat, setzt auf ein Stirnband als Trackinglösung. Das Band ist ausgestattet mit Sensoren, die wichtige biologische Signale messen, wie z.B. Gehirnaktivität, Herzfrequenz oder Bewegung. Dreem behauptet, dass ihre künstliche Intelligenz so präzise Daten liefern kann wie es sonst nur im Schlaflabor möglich ist.

Wir erwarten, dass sich noch mehr Startups und etablierte Unternehme den Markt der Wearables in Kombination mit A.I. in 2019 zu nutze maschen werden.

Daten kommen auf die geopolitischen Agenda. Auch eine neue Kategorie: Digital Ethics

Unser indisch/europäisches Health Startup HEALBOT berichtete in einer Analysten-Konferenz neulich stolz darüber, dass Indiens Premierminister Narendra Modi im Oktober 2018 ein Gesetz erlassen hat, das alle nicht-indischen Fintech-Unternehmen im Land, z.B. Mastercard und Visa, alle ihre lokal gewonnen Zahlungsdaten auch in Indien zu speichern haben.

wwwDas zweitbevölkerungsreichste Land der Erde arbeitet auch an einem Gesetz, das alle Daten lokalisieren soll, die im Land „geschöpft“ werden, einschließlich E-Commerce- und Cloud-Daten. Diese Maßnahmen sind kein reiner Protektionismus! Sie bieten indischen Unternehmen eine gute Chance, mit lokalen Daten auch lokales Business an Google, Apple und Facebook vorbei zu machen. 
Natürlich kämpfen westliche Lobbygruppen gegen diese Gesetze.
Bisher hat die Regierung wenig Anzeichen dafür gezeigt, dass sie ihre Meinung ändern wird.
Im benachbarten China ist die Datenlokalisierung bereits Standard. Auch unser in Shanghai erprobtes Startup ProximalInternet.org hat im jüngsten Versuch an der Technischen Universität in Shanghai nicht gegen sondern mit dem Gesetz gearbeitet.

So entstehen neue Grundlagen und Best Practices für die Arbeit mit Daten. Ob die Europäische Kommission oder einzelne Staaten folgen ist noch nicht ganz absehbar aber sehr wahrscheinlich.

Digitaltrends 2019
Das neue Geschäft mit dem alten Geschäft der Daten. Ein Digitaltrend 2019

Mit Datenverstößen und Missbrauch durch Technologie-Unternehmen erkennen mehr Menschen ihre Macht.
Darauf antworten Datenallianzen wie Deutschland’s Net-ID, eine Login-Allianz von ProSiebenSat1 und RTL, sowie Verfolger VERIMI – die Allianz der Allianz, Deutsche Bank und Axel Springer (Disclaimer: Verimi ist Kunde der Wildstyle Network GmbH).
Sie müssen allerdings erst noch beweisern, dass sie nicht nur kritische Nutzergrößen sondern auch User Satisfaction erreichen können. Die Lösungen zeigen Potential sind aber vom Durchbruch noch ein Stück weit entfernt.

Social Networking – China setzt neue Maßstäbe und verweist die Platzhirsche auf ihre Plätze.

Seit Oktober 2018 beherbergt China das weltweit wertvollste private Technologieunternehmen. Bytedance – im Wert von $75B. Das Unternehmen betreibt eine Video-Mashup-App namens TikTok, die es ermöglicht, Videos aufzunehmen, mit Musik und Filtern zu überlagern und
sie mit Freunden zuteilen.

Nach der Übernahme des in Shanghai ansässigen Rivalen Musical.ly im November 2017 wurde TikTok auch im Westen beliebt. Im Juli 2018 schätzte Bytedance, dass 500 Millionen MAUs (monthly active users) auf der Plattform sind. Inwiefern sich die Plattform auch für Marketingzwecke nutzen lässt, testet derzeit das Social Media Comms Team von Wildstyle Network in einem Projekt mit einem europäischen Lebensmittelhersteller.

Digitale Güter in Games sprengen neue Milliarde-Grenze

Im Juli 2018 hat Epic Games ihr kostenlose
Spiel Fortnite eine Milliarde Dollar Umsatz erreicht. Nahezu die gesamte Summe wurde durch Einkäufe im Spiel, wie zum Beispiel für Skins, eingenommen.

YouTuber Twisted_Slugger erklärt seinen Followern wie man Skins für Fortnite kauft – Ingame Purchase ist wieder einer der Digitaltrends 2019.

Das Wildstyle Network Portfolio Startup Holyo.com sowie der Zahlungs-Sicherheitsalgoritmus OISTR haben diesen Trend schon seit 2015 erkannt und wachsen mittlerweile mit dem sich schnell entwicklenden Markt mit.

Zuletzt: Hype oder einer der nachhaltigen Digitaltrends 2019?

Ganz oben auf der zu überprüfenden Hype-Liste der Digitaltrends 2019 sehen unseres Beraterteam, unsere verbundenen Startup-CEOs und Digitalberater diese (Hype)Digitaltrends 2019:

5G – Machen wir uns mal nichts vor! 5G kommt. Jedoch erst in absehbarer Zukunft ab 2020 und nicht wie es die CES 2019 uns als einer der Digitaltrends 2019 vormachen will. Weder nutzt ein Smartphone Modell noch eine IoT Device diese Übertragungstechnologie, ausser im Labor, derzeit wirklich aus. Es bleibt also ein Marketingthema bevor Developer von dieser Infrastruktur profitieren können.

Blockchain – Da waren wir uns in der Diskussion doch uneins, haben uns aber darauf geeinigt, dass die Blockchain längst ein anhaltender Megatrend ist und somit nicht mehr als einer der aufsterebenden Digitaltrends 2019 gesehen werden.

Virtual Reality & Augmented Reality – Wildstyle Network hat in 2017 und 2018 in zwei VR und AR Startups investiert. Während wir bei Augmented Reality bullish sind, ist unsere kurzfristige Euphorie bei Virtual Reality etwas abgeklungen. Dem Digitaltrend-Thema VR würden wir daher ein leichtes „Overhyped“ Siegel geben und sie wieder aus unserer Liste der Digitaltrends 2019 vorläufig entfernen. 
Einen Beweis dafür zeigt nicht nur die Consumer-Adoption Grafik unten sondern auch die Tatsache, das z.B. Facebook sein Oculus VR-Team neu strukturiert und Verkaufsprogrnosen scheinbar nach unten korrigiert. 
Das bedeutet, dass auch Verkaufspreise nach unten korrigiert werden. Gleichzeitig werden Investitionen aus dem Consumer- in den Enterprise-Bereich verlagert.

Statistik: Anzahl der Virtual Reality User 2014 bis 2018 (in Millionen)
Mehr Statistiken unter: Statista

Wir glauben allerdings an die Nachhaltigkeit von Mixed Realities als Digitaltrend und werden unsere Investitionen sicher nicht zurückfahren. Im Gegenteil. 2019 erscheint der Prototyp einer Software namens JARVIS. Noch im Stealth Mode befindlich aber bereits bei Automotive-Kunden in der Anwendung, wird de Technologie helfen, viele Digitale Outlets auch VR/AR-fäig zu machen und vielleicht sogar das Engineering von Autonomen Fahrzeugen beschleunigen können.  Für mich einer der Digitaltrends 2019!

Ralf Halgasch, Digital Director bei Wildstyle Network

 

Überwältigend? Ja klar. Das ist das spannende daran. Was sich allerdings wirklich als Trend oder nicht herausstellt, werden wir wohl erst im Januar 2020 sehen. Bis dahin, Ciao!